Warum ich hier stehe


Du flehst in Telefone,
in einer Sprache, die niemand spricht.
Und seit drei, vier Wochen
erdrückt Dich ein Gewicht.

Du hast so bitterlich geweint,
zwei Meter von mir entfernt.
Du hast gesagt, dass die Sonne scheint,
für den, der sie nicht mehr begehrt.

Ich sage, die Sonne scheint so oder so,
die Wolken entscheiden, ob Du sie siehst.
Man könnte sagen, dass man das
stärker liebt, was man seltener sieht.

Du flehst in Telefone,
mit zum Himmel gereckter Hand.
Ein passionierter Mensch
in einem mediokren Land.
Ich habe es gekostet,
ich weiß, wann es begann und
Ich weiß, warum ich hier stehe,
ich weiß, warum ich hier stand.

Nichtsdestotrotz,
was für ein wunderschönes Wort.
Und da, wo ich vor Dir stand,
was für ein großer Ort.

Es bedeutet nichts Anderes,
dass man mit allem kämpft auf der ganzen Welt,
nur um einmal hier zu stehen,
an einem Punkt, an dem einem alles gefällt.